Seit gestern bin ich nicht mehr auf Facebook vertreten, was ich ein wenig schade finde, da ich einige ganz witzige Einträge hatte (das ist aber schon wieder ein paar Jahre her). Ich bin kein Facebook-User und werde vermutlich auch nie einer sein (jetzt sowieso erst einmal nicht). Die Sammelwut sozialer Netzwerke ist mir inzwischen ein wenig "unheimlich" geworden. Und einem Unternehmen, das wie Facebook offenbar so hemmungslos an der kommerziellen Auswertung dieser Daten interessiert ist, darf man seine privaten Daten einfach nicht anvertrauen (dann lieber der Suchmaschine, dem Kreditkartenunternehmen, dem bekannten Online-Versandhaus, das mit dem Versand von Büchern begann, und bei dem man inzwischen auch veganen Brotaufstrich bestellen kann, der Telekom, der Bahn AG usw. - Vorsicht, leichte Ironie;)
Facebook ist technisch eine faszinierende Angelegenheit, optisch ansprechend gemacht, ein echtes Phänomen des 21. Jahrhunderts und für viele Menschen vermutlich schon ein 1:1-Abbild ihres sozialen Lebens. Aber ich bin der Meinung, dass man mit seinen privaten Daten genauso sparsam umgehen sollte wie die meisten Menschen mit ihrem Geld. Es stört mich, wie einfach das Abbild des eigenen "sozialen" Lebens für jeden sofort einsehbar ist.
Vor kurzem haben Cordula Lochmann und Martin Szugat ihr Buch über soziale Netzwerke aktualisiert (ich war überrascht, wie viele Bücher es zu diesem Thema bei Amazon bereits gibt). Ich habe das Buch noch nicht gelesen, mich würde aber interessieren, inwieweit das Thema Schutz der Privatsphäre eine Rolle spielt (in der ersten Auflage, die vor ein paar Jahren erschien und eines der ersten Bücher zu dem Thema war, kam das Kapitel noch ein wenig zu kurz).
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